Schwarz auf Weiß

Zu sehen ist ein gefaltetes weißes Hemd, das an der Wand hängt und auf welches eine schwarze Projektion geworfen wird. Eine schwarze Projektion auf einem weißen Hemd, welche das Hemd nicht schwarz, sondern weißer erscheinen lässt.
Die Arbeit hinterfragt die Geschichte und die Konnotation des weißen Hemdes. Die Frage nach Schuld und Unschuld wird gestellt, aber nicht geklärt. Im Gegenteil: Die Arbeit verdeutlicht die Komplexität dieser Frage und hinterfragt gleichzeitig auf besondere Weise die Möglichkeit einer eindeutigen Antwort. Impliziert wird automatisch ein Träger / eine Trägerin – Assoziationen zu geschichtsträchtigen Gerichtsverfahren werden hervorgerufen. Gleichzeitig werden das weiße Hemd selbst und dessen Produktionsbedingungen hinterfragt.
Der Betrachter / die Betrachterin ist gefordert, sich selbst mit diesen Fragen auseinanderzusetzen.

 

schwarze Projektion auf einem weißen Hemd 2015